Filmvorführung: „Das Schicksal“
Dokumentarfilm über Vertreibung, Erinnerung und Identität
Die Stiftung Kulturwerk Schlesien lädt in Zusammenarbeit mit der Initiative gegen das Vergessen, dem KuK Filmtheater Schweinfurt und dem Stadtarchiv Schweinfurt herzlich ein zur Vorführung des Dokumentarfilms
„Das Schicksal (Los)“
am Freitag, 17. April 2026, um 18:30 Uhr
im KuK – Kino und Kneipe Schweinfurt: Ignaz-Schön-Str. 32, 97421 Schweinfurt
Der Eintritt kostet 5,50 €. Tickets können online unter https://www.kuk.kino.de oder telefonisch unter 09721/82358 reserviert werden.
Der 50-minütige Dokumentarfilm „Das Schicksal“ (polnisch: „Los“) beleuchtet die Lebensgeschichten von Menschen, die durch Krieg, Vertreibung und politische Umbrüche ihre Heimat verloren haben. Im Zentrum stehen persönliche Erinnerungen, die sich mit kollektiven Erfahrungen verbinden – von Schlesien wie auch anderen Regionen Mitteleuropas, von der Kriegs- und Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Der Film fragt nach dem Verhältnis von Herkunft und Identität, nach dem Umgang mit Verlust und nach der Kraft der Erinnerung.
Gedreht wurde „Das Schicksal“ unter der Regie von Joanna Mielewczyk, von der auch das Drehbuch stammt. Die Protagonisten des Dokumentarfilmes sind Jürgen Hempel und Jerzy Podlak, die als Jugendliche das Kriegsende 1945 in Breslau/Wrocław überlebt haben. Sie lernen sich erst nach vielen Jahren kennen und im Gespräch mit Bartek Gaweł, dem 13-jährigen Sohn der Regisseurin, berichten sie über das Leben in Breslau während des Krieges und darüber, wie der Krieg ihr Leben beeinflusst und für immer verändert hat. Sie sprechen über die Belagerung der Festung Breslau durch die Rote Armee und über das alltägliche Leben in der belagerten Stadt. Es sind zwei unterschiedliche Perspektiven – eines Deutschen und eines Polen –, die sich doch auf eine bewegende Art und Weise sehr ähnlich sind.
Im Anschluss an die Vorführung besteht die Möglichkeit zum Austausch mit der Regisseurin sowie dem Zeitzeugen Jürgen Hempel.