Montag 2. März um 19:00

 

2026 erwarten Sie zehn höchst unterschiedliche Kurzfilme. Zehn kleine Abenteuer, auf die Sie sich gefahrlos einlassen können – verdichtet, kreativ und immer überraschend. Sie zeigen neue Blickwinkel, erzählen von anderen Lebensrealitäten und reflektieren unsere Zeit. Ob leise oder laut, poetisch oder provokant: In wenigen Minuten öffnen sie Räume zum Staunen, Lachen, Nachdenken. Die Vielfalt der Formate macht den Kurzfilm zum idealen Medium, um sich neugierig, kritisch und offen mit unseren Emotionen, Werten und Lebensrealitäten auseinanderzusetzen – Kurzfilme erleben mit allen Sinnen und gemeinsam mit anderen Menschen.

HAI LATTE: Ein nettes Gespräch zweier alter Bekannter in einem Café. Alles wie immer, außer dass einer der beiden aus dem Urlaub einen Hai mitgebracht hat. Der hat sich an seinem Kopf festgebissen und beginnt langsam, im
Alltag ein wenig zu nerven.

KRATZER: Auf einer alten Schulbank werden aus Penis-Kritzeleien und eingeritzte Lovestorys bald ein Judenstern und antisemitische Parolen. Was bleibt, ist ein erwachsener Mann, der seine Schulbank nicht verlassen kann. Enden Beleidigungen und Verletzungen jemals und was bleibt zurück?

DEAR PASSENGERS: In einem vollen Bus entfaltet sich eine nonverbale Kommunikation zwischen den Reisenden. Eine versteckte Sehnsucht bricht sich Bahn und zwingt Mitreisende, sich den eigenen Wünschen, Ängsten und Enttäuschungen zu stellen. Das Ringen um Nähe, Distanz und persönliche Grenzen verschmilzt zu einem intensiven, wortlosen Austausch.

DAS MEISTERWERK: Leo und Diana, ein wohlhabendes Ehepaar, bringen einen kaputten Fernseher zu einer Recyclingstelle. Dort treffen sie Salif und seinen Sohn, zwei Schrotthändler. Diana bittet sie, zu ihnen nach Hause zu kommen, um weitere Gegenstände abzuholen. Dort angekommen, entwickelt sich schnell eine Situation, die viele Fragen aufwirft.

THE ART OF AUTHENTICITY: Berlin ist eine ziemlich schmutzige Stadt. Wer kümmert sich eigentlich darum, dass Berlin so ist, wie es ist? Die Behörde für urbane Authentizität! Sie macht Berlin, laut eigener Aussage, erst zur coolsten Stadt Deutschlands.

BEEN THERE: Wochenendtrips, Städtereisen, ein Abstecher in die Natur oder einmal um die Welt. Kaum ein paar Tage frei, ist man schon weg. Noch nie war die Reiselust so verbreitet und die besuchten Orte so überlastet. Was haben wir davon, außer dem Bildbeweis, dass wir dort gewesen sind?

DER MANN, DER NICHT SCHWEIGEN WOLLTE: 27. Februar 1993: Auf dem Weg von Serbien nach Montenegro wird ein Zug von einer paramilitärischen serbischen Gruppe angehalten, die muslimische Bosnier aufgreifen will. Der Kurzfilm, der von einer konkreten historischen Begebenheit ausgeht, zeigt unterschiedliche Reaktionsweisen auf Bedrohung und Gewalt.

MIND THE GAP: Als eine Stadtbewohnerin im Erdboden verschwindet, eilt die vermeintliche Ambulanz zur Rettung.

TERESA, STATION B: Krankenpflegerin Teresa lässt ihre Kinder allein zu Hause, um ihre Schicht anzutreten. Als ihr Sohn sich am Kopf verletzt, kann sie als einzige examinierte Pflegekraft die Station nicht verlassen. Sie kontaktiert notgedrungen ihren Ex-Mann, parallel kämpft Teresa um das Leben eines Patienten und ihre Schicht ist noch
nicht zu Ende.

Musicstories – JE TE VEUX: Henry begegnet Ayla, die hinter der Theke ihrer Bäckerei arbeitet. Ihre Blicke treffen sich. Henry bestellt etwas, doch traut sich nicht, die Bäckerin anzusprechen, auch nicht in den folgenden Tagen. Manchmal ist einwenig Nachhilfe nötig und so werden zwei Stammgäste aktiv. Musikvideo zu „Je te veux“ von Erik Satie aus der Reihe „MusicStories“ (Sechs Episoden, sechs Geschichten, inspiriert von klassischer Musik).